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Ernährung und Pisa

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Stellungnahme zur PISA-Studie vom "Netzwerk Gesunde Ernährung":

FEST STEHT: NUR GESUNDE KINDER KÖNNEN OPTIMAL LERNEN!
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(aid) - Nach der Veröffentlichung der PISA-Studie häufen sich die
Verbesserungsvorschläge zur Gesamtsituation Schule. Fast täglich kommen neue
Vorschläge auf, die das Lernen, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
der Kinder sowie das gesamte schulische Lernumfeld verbessern sollen. Diese
Diskussion ist notwendig und für die Zukunft unserer Kinder auch wichtig. Je
mehr Politiker, Verbände, Fachinstitutionen und andere Bevölkerungsgruppen
ein echtes Interesse an Schule entwickeln und konstruktiv um Lösungen zur
Verbesserung ringen, desto zielführender.

Auffällig ist jedoch, dass die Gesundheit der Kinder nicht oder kaum
einbezogen wird, wenn es um die Lernfähigkeit der Schüler geht. Dabei hat
sich in den letzten Jahrzehnten die Gesundheitssituation von Kindern
drastisch verschlechtert, was zur Folge hat, dass auch die  Lernfähigkeit
darunter leidet. Noch nie waren so viele Kinder dick, so häufig krank und
psychisch beeinträchtigt wie heute.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Ein wichtiger Grund ist, dass sich die
Ernährungssituation für Kinder in den letzten  Jahren deutlich
verschlechtert hat. "Wenn es um die Gesundheit unserer Kinder geht, ist die
adäquate Ernährung sicherlich nicht der einzige Aspekt. Allerdings - dies
zeigen statistische Daten zur Verbreitung von ernährungsabhängigen
Erkrankungen bei Kindern - ist die Ernährung ein zentraler Faktor zur
Förderung und Erhaltung ihrer Gesundheit, ihres Wohlbefindens und ihrer -
auch schulischen - Leistungsfähigkeit", betont Dr. Margret Büning-Fesel,
geschäftsführender Vorstand des aid infodienstes.
Viele Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule und gemeinsame warme
Mahlzeiten sind in den  Elternhäusern nicht mehr selbstverständlich.
Lebensmittel haben an Wertschätzung verloren, sie werden im Supermarkt wie
Non-Food-Artikel gekauft. Weil aber Essen und Trinken die elementare
Lebensbasis ist und Leistung darauf aufbaut, muss dieser Bereich stärker
beachtet werden.

In keiner Phase ist eine gesunde Ernährung so wichtig wie in der Kindheit.
Der Nährstoffbedarf ist hoch, das Ernährungsverhalten wird geprägt und die
Grundlagen für die Prävention ernährungsbedingter Krankheiten gelegt. Nur
gesunde Kinder sind fröhlich und lebens-bejahend, neugierig und
wissensdurstig, konzentrationsfähig und leistungsbereit. Kinder, die
gefrühstückt haben, sind leistungsfähiger, reaktionsschneller und ermüden
nicht so schnell wie Kinder, die nicht oder nicht ausreichend gefrühstückt
haben.
Fest steht: Nur gesunde Kinder können optimal lernen!

Gesundheits- und Ernährungserziehung müssen daher feste Bestandteile der
Grundbildung in der Schule werden. Dringen erforderlich ist deshalb die
Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrern zu diesem Thema. Die Vermittlung
von Grundlagen einer gesunden Ernährung und das Wissen um die Herkunft
unserer Lebensmittel gehört aus unserer Sicht zum Erziehungsauftrag der
Schulen.

Das "Netzwerk Gesunde Ernährung" (bestehend aus Verbraucherzentrale NRW, aid
infodienst und UGB) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lehrer bei dieser
Arbeit zu unterstützen. Als erstes Medium haben die beteiligten
Institutionen eine Erlebniskiste für die Grundschule entwickelt (nähere
Informationen unter http://www.erlebniskiste.de). Aber das ist nur der
Anfang für das Netzwerk!

aid

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Impressum
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Chefredaktion: Harald Seitz V.i.S.d.P.
Stellvertretend: Renate Kessen


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Copyright © 2001 Stadtelternrat Buxtehude
Stand: 24. Juni 2005